
Bei der Mammographie wird Ihre Brust geröntgt. Auf diese Weise können Veränderungen des Brustgewebes gut sichtbar gemacht werden. Der Begriff Mammographie setzt sich zusammen aus dem lateinischen Fachausdruck "mamma" für Brust und "graphie" dem griechischen Wort für Darstellung. Um eine Mammographie-Aufnahme zu erstellen, wird Ihre Brust zwischen zwei Kunststoffplatten gelegt, kurz zusammengedrückt und durchleuchtet. Bislang wurde die Mammographie in erster Linie eingesetzt, wenn eine Patientin über Beschwerden klagte und diese abgeklärt wurden. Da die Mammographie aber Veränderungen im Brustgewebe sichtbar machen kann, lange bevor sie tastbar sind oder andere Symptome auftreten, eignet sie sich sehr gut, Brustkrebs früh zu erkennen.
Zu den hohen Qualitätsanforderungen des Mammographie-Screenings gehört unter anderem:
- Alle eingesetzten Geräte werden täglich überprüft. So können aussagekräftige Bilder mit möglichst geringer Strahlung aufgenommen werden.
- Alle Röntgenassistentinnen haben ein intensives Training hinter sich, spezielle Kurse absolviert und bilden sich laufend weiter.
- Jede(r)
Screening-Ärztin/Arzt muss besondere Qualifikationen nachweisen und
sich ständig weiter fortbilden. Die Ärzte, die Ihre Mammographie-Bilder
beurteilen, müssen Aufnahmen von mindestens 5.000 Frauen pro Jahr
befunden, weil Routine und Erfahrung die Zuverlässigkeit der Befunde
deutlich verbessert. Bei uns beurteilt jeder Arzt Aufnahmen von etwa 15.000 Frauen pro Jahr.
- Jede Mammographie-Aufnahme wird von zwei speziell geschulten Ärzten unab- hängig voneinander beurteilt. Weichen ihre Befunde voneinander ab, werden die Aufnahmen von einer/m dritten Ärztin/Arzt begutachtet.
- Auffälligkeiten sowie das weitere Vorgehen werden von mehreren am Programm beteiligten Ärzten gemeinsam besprochen.
- Die Qualität des Screenings hängt nicht nur von der Qualifikation jeder/s einzelnen Ärztin/Arztes und jeder einzelnen Fachkraft und der Qualität der Geräte ab. Entscheidend ist auch eine gut organisierte Zusammenarbeit der Screening-Ärzte untereinander. Regelmäßige Teambesprechungen und Konferenzen der Screening-Ärzte und Fachkräfte sind daher vorgeschrieben. Die Ergebnisse der Konferenzen werden dokumentiert.
- Damit die hohen Qualitätsanforderungen auch erfüllt werden können, werden die regionalen Screening-Einheiten bei der Qualitätssicherung durch übergeordnete Einrichtungen unterstützt und laufend von diesen kontrolliert.
- Alle Ergebnisse des Screening-Programms werden erhoben und vom Referenzzentrum Münster wissenschaftlich ausgewertet.