Haben Sie sich für das Mammographie-Screening entschieden, bringen Sie bitte zum Untersuchungstermin Ihre Versichertenkarte mit, denn die Kosten für die Untersuchung werden im Rahmen des bestehenden Krankenversicherungsschutzes übernommen. Eine Überweisung ist nicht notwendig und die Praxisgebühr fällt nicht an.
Bevor Sie untersucht werden, werden Sie gebeten, einen Fragebogen auszufüllen. Der Bogen dient dazu, mögliche Vorerkrankungen zu erfragen und Ihre persönlichen Daten zu erfassen. Der Schutz Ihrer Daten ist dabei zu jeder Zeit sichergestellt. Grundsätzlich unterliegen Ihre Angaben und Untersuchungsergebnisse der ärztlichen Schweigepflicht. Eine Röntgenassistentin nimmt Sie in Empfang. Sie befragt Sie nach Beschwerden und Erkrankungen der Brust und geht dabei gemeinsam mit Ihnen Schritt für Schritt den Fragebogen durch. Gerne beantwortet sie auch Ihre Fragen zur Untersuchung und zum Screening-Programm.
Untersucht werden Sie von einer speziell ausgebildeten
Röntgenassistentin. Nachdem Sie Ihnen den Ablauf der Untersuchung
erklärt hat, nimmt sie von jeder Brust je zwei Bilder auf, und zwar in
unterschiedlichen Positionen. Um das Gewebe gut darstellen zu
können, wird die Brust kurz zusammengedrückt. Dieses Zusammendrücken
kann unangenehm, manchmal auch schmerzhaft sein. Der Druck ist aber
notwendig, um mit möglichst geringer Strahlendosis gut beurteilbare
Aufnahmen ohne Verwackelung erstellen zu können.
Da jede Ihrer Aufnahmen von mindestens zwei Ärzten beurteilt wird (sogenannte Doppelbefundung),
erhalten Sie das Untersuchungsergebnis nicht am gleichen Tag, sondern
in der Regel innerhalb von 2 Wochen nach der Untersuchung. Am Unter-suchungstag haben Sie keinen Kontakt zu einem Arzt, da sie zunächst als gesund gelten (keine Symptome) und daher kein ärztliches Gespräch benötigen.
Konzentriert und unter optimalen Umgebungsbedingungen werden Ihre Aufnahmen von erfahrenen Ärzten in aller Ruhe beurteilt. Die Ärzte sind besonders geschult und bilden sich laufend fort. Sämtliche Ärzte, die Screening-Bilder befunden, müssen jedes Jahr Aufnahmen von mindestens 5.000 Frauen beurteilen. Hat einer der Ärzte oder gar beide auf den Röntgenaufnahmen eine Auffälligkeit entdeckt, so wird diese gemeinsam mit dem Leiter der Screening-Einheit in einer sog. Konsensuskonferenz besprochen und festgelegt, wie weiter vorzugehen ist.
Zeigen Ihre Röntgenbilder Veränderungen, die abgeklärt werden sollten, werden Sie zu weiteren Untersuchungen eingeladen. Bevor Sie untersucht werden, bespricht der Arzt, der die Screening-Einheit leitet, mit Ihnen Ihre Aufnahmen und erklärt Ihnen das weitere Vorgehen. Das könnte darin bestehen, daß eine Mammografie in einer anderen Projektion oder einer Vergrößerungstechnik angefertigt wird. Meistens wird eine hochauflösende Ultraschalluntersuchung der auffälligen Gewebsveränderung mit eventuell anschließender Feinnadelbiopsie durchgeführt. Sind Kalkablagerungen als auffällig gewertet worden, wird üblicherweise eine röntgengesteuerte Saugbiopsie durchgeführt.
Die Einladung zur so genannten Abklärungsuntersuchung sollte Sie aber nicht zu sehr beunruhigen. Denn bisherige Erfahrungen zeigen: In den meisten Fällen bestätigt sich der Verdacht auf Brustkrebs nicht! Rund 80 Prozent der Frauen, die erneut eingeladen wurden, um einen Verdachtsfall abzuklären, sind gesund.
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